Test: Battlefield 1

2. November 2016

Nachdem der Trend bei den Shootern in den letzten Jahren in die moderne Kriegsführung der Zukunft ging, macht Battlefield 1 einen großen Sprung in der Zeit zurück in den ersten Weltkrieg. Wir haben uns ins Schlachtfeld gestürzt und zeigen euch in diesem Beitrag was euch in Battlefield 1 erwartet.

Einzelspieler

Anders als in früheren Titeln der Battlefield Reihe in denen ihr die Geschichte durch die Augen eines Hauptcharakters gesehen habt, hat sich EA in Battlefield 1 für einen anthologischen Ansatz entschieden. D.h. ihr spielt eine Reihe von Charakteren mit individuellen Geschichten. So gibt es im Einzelspielermodus neben der Einführung 5 voneinander unabhängige Episoden, den sog. Kriegsgeschichten. In diesen gibt es auch wieder Sammelobjekte. Insgesamt sind es 66 Feldhandbücher, die im Spiel versteckt sind.

Gleich beim Start von Battlefield 1 zeigt die Einführung “Stahlgewitter” die Brutalität und Grausamkeit des ersten Weltkrieges. In aussichtslosen Situationen sterbt ihr hier im Minutentakt und schlüpft immer wieder in die Rolle anderer Soldaten, denen alle unausweichlich schließlich das gleiche Schicksal ereignet.
Die einzelnen Kampfgeschichten sind sehr abwechslungsreich. In der ersten Kampfgeschichte “Durch Morast und Blut” müsst ihr mit einem Panzer die feindlichen Linien durchbrechen. In “Einflussreiche Freunde” müsst ihr euch im Luftkampf beweisen. Die dritte Kriegsgeschichte “Avanti Savoia!” führt euch als freiwilligen einer italienischen Arditi in die italienischen Alpen.
Danach müsst ihr in “Der Meldegänger” die Strände von Gallipoli stürmen. In der Story lernt ihr auch historische Persönlichkeiten kennen, so spielt ihr in der letzten Kriegsgeschichte “Nichts steht geschrieben” als die rechte Hand von Lawrence von Arabien in Form einer arabischen Rebellin namens Zara. Das Osmanische Reich hat in dieser Geschichte einen riesigen mit einem Artilleriegeschütz bewaffneten Panzerzug, die aufständischen Araber reiten dagegen nur mit Gewehren in die Schlacht. Eure Aufgabe ist es das feindliche Lager zu erkunden und die erforderliche Ausrüstung für die Zerstörung des Panzerzuges zu beschaffen. Dabei bleibt es euch überlassen wie ihr vorgeht, ob mit Nahangriff leise aus dem Hinterhalt, mit Pferd oder aus der Ferne.

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Multiplayer

Im Multiplayer Modus können bis zu 64 Spieler am Kampfgeschehen teilnehmen. Es gibt die üblichen vier Klassen Sturmsoldat, Versorgungssoldat, Sanitäter und Späher. Neu sind die beiden Klassen Panzerfahrer und Pilot. Der Wechsel zu dieser Klasse erfolgt automatisch wenn ihr in ein entsprechendes Fahrzeug steigt. Zum Release von Battlefield 1 gibt es neun Multiplayer Maps (Krieg im Ballsaal, Wald der Argonnen, Festung von Faw, Suez, Die Narbe von St. Quentin, Wüste Sinai, Amiens, Monte Grappe, Am Randes des Reiches). Im Dezember soll dann noch die Giant’s Shadow Map kostenlos erscheinen. Die Maps sind sehr unterschiedlich und sorgen für viel Abwechslung. Neu im Multiplayer Modus sind die Operationen. Hierbei handelt es sich um groß angelegte Schlachten, die sich über mehrere Karten erstrecken. Zur Auswahl stehen hier Kaiserschlacht, In die Hölle, Eiserne Linie und Öl der Imperien. Darüber hinaus gibt es noch im schnellen Spiel die Modi Eroberung, Kriegstauben, Rush, Team-Deathmatch und Vorherrschaft. In unserem Test hat das Matchmaking sehr gut funktioniert. Die Serversuche ging schnell und problemlos. Auch die Verbindung im Spiel war einwandfrei.

Fazit

Im Einzelspieler-Modus hat uns die ausführliche Erzählweise der Kriegsgeschichten mit ihren großartigen Videosequenzen begeistert. Hier ist alles stimmig, die geniale Soundkulisse, die beeindruckende Grafik und auch die erstklassige deutsche Synchronisation. Der umfangreiche Multiplayer-Modus bietet ebenfalls sehr viel Abwechslung und sorgt für zahlreiche Stunden Spielspaß. Ein Kritikpunkt ist hier aber das teilweise doch recht unausgeglichene Balancing zwischen den Kriegsparteien. Das kann aber unseren sehr positiven Eindruck von Battlefield 1 nicht trüben. Unsere hohen Erwartungen an Battlefield 1 wurden voll und ganz erfüllt.

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