Project Cars 2 im Test

4. Oktober 2017

In Project Cars 2 gibt es 63 verschiedene Rennstrecken mit insgesamt 146 Streckenlayouts. Dazu gibt es unterschiedliche Tageszeiten, 4 unterschiedliche Jahrszeiten sowie eine große Wetterauswahl. So gibt es beim Wetter alleine 18 unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten, vom Sonnenschein über Gewitter bis hin zum Schneesturm ist nahezu alles vertreten. Das Wetter ist sehr detailreich umgesetzt, so gibt es bei Regen auch eine Pfützenbildung auf der Rennstrecke. Das Fahrverhalten ändert sich entsprechend und man merkt richtig wie das Auto schwimmt. Es ist auch ein dynamischer Wetterverlauf möglich.

Anders als in anderen Rennspielen müssen in Project Cars 2 die Fahrzeuge nicht freigeschaltet werden. Es stehen 189 Fahrzeuge zur Verfügung. Fast alle namhaften Hersteller sind vertreten, darunter auch Porsche mit 11 Fahrzeugen. Allerdings ist die Auswahl bei einzelnen Marken sehr mager. So gibt es bei Volkswagen z.B. nur ein Modell. Hier wäre mehr Vielfalt wünschenswert gewesen.

Die Karriere besteht aus bis zu 6 Stufen. Der Einstieg ist in den Stufen 6 bis 3 frei wählbar, lediglich die obersten beiden Stufen (1 und 2) müssen freigeschaltet werden. In den Karriereeinstellungen könnt ihr die Kontrahentenstärke (Einsteiger bis Profi) und die Gegneraggressivität (vorsichtig bis aggressiv) einstellen. Bei der Karriere fehlt uns aber die Abwechslung, es sind einfach monoton ein paar Rennen hintereinander gereiht.

Vor Beginn eines Rennen gibt es ein Training und ein Qualifying. Das Training gibt euch die Möglichkeit, euch einzufahren und an die Rennstrecke zu gewöhnen. Im Qualifying könnt ihr euch mit einer guten Rundenzeit einen guten Startplatz sichern. Training und Qualifying können unabhängig voneinander auch deaktiviert werden. Ist das Qualifying deaktiviert, so startet ihr das Rennen vom letzten Platz aus. Die Dauer der Rennen kann ebenfalls eingestellt werden.

Das Fahrverhalten und Handling entspricht einer richtigen Simulation, dementsprechend anspruchsvoll ist das Fahren in Project Cars 2 auch. In den Optionen lassen sich unter Gameplay viele Einstellungen vornehmen. Etwas unzuverlässig zeigte sich uns die Ideallinie, die sich zusätzlich einblenden lässt. Diese wird teilweise in Kurven nicht angezeigt. Auf Lenk- und Bremsassistenten sollte man verzichten. So bremst der Bremsassistent immer wieder mal plötzlich kurz grundlos.

Fazit
Insgesamt überzeugt Project Cars 2 durch eine tolle Grafik, dem großen Umfang an Strecken sowie den Settings beim Wetter. Es ist eine reinrassige Rennsimulation. Renn-Enthusiasten werden garantiert ihre Freude daran haben. Für Einsteiger und Gelegenheitsrennfahrer ist das Fahrverhalten allerdings sehr fordernd und anfangs sehr schwer zu kontrollieren. Ein großer Minuspunkt ist die fehlende deutsche Sprachausgabe.

Project Cars 2 wurde uns freundlicherweise von Bandai Namco als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Getestet wurde auf der PlayStation 4 Pro.

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