Mass Effect: Andromeda im Test

22. April 2017

Nach der Mass Effect Trilogie, deren Abschluss sehr umstritten war, wagt BioWare nun mit Mass Effect: Andromeda einen Neuanfang mit neuen Charakteren, neuen Feinden und einer neuen Galaxie. Wir haben uns auf die Reise in die ferne Galaxie begeben.

Mass Effect: Andromeda spielt im Jahre 2819. Als Mitglied des Pathfinder-Teams seid ihr mit 20000 Kolonisten auf der Arche Hyperion, die fernab der Milchstraße in der Andromeda-Galaxie eine neue Heimat sucht. Wie bei jedem klassischen Rollenspiel könnt ihr zu Beginn euren individuellen Charakter erstellen. Dabei könnt ihr neben dem Geschlecht und Aussehen auch die Ausbildung (Sicherheitspersonal, Biotiker, Techniker, Anführer, Kämpfer, Agent) wählen. Je nach Ausbildung habt ihr im Spiel dann unterschiedliche Anfangskräfte und freigeschaltete Fähigkeiten. So hat z.B. der Agent als Anfangskraft eine taktische Tarnung mit der ihr euch kurzzeitig unsichtbar machen könnt und als Fähigkeit die Kampffitness. Alternativ könnt ihr über Schnellstart auch direkt zwischen Sarah und Scott Ryder wählen und sofort loslegen. Kurz nachdem ihr aus der Kryostase erwacht seid, havariert die Arche auf Grund einer unbekannten Energiewolke. In Shuttles macht ihr euch mit eurem Pathfinder-Team unter dem Kommando eures Vaters Alec Ryder auf dem Weg zu Habitat 7 im Heleus-Cluster. Es kommt zu einer Bruchlandung auf dem Planeten und euer Team ist zerstreut. Jetzt seid ihr hier die Aliens und bekommt es mit der dort vorherrschenden tödlichen Spezies zu tun.
Zwar ist Mass Effect: Andromeda kein klassisches Open-World Spiel wie beispielsweise Horizon: Zero Dawn, trotzdem gibt es genug Freiheiten bei der Erkundung und dem Erschließen der Welten. So könnt ihr u.a. mit dem Nomad-Rover über den Planeten düsen. Eine Vielzahl von Haupt- und Nebenaufgaben erwarten euch.

Grafik, Sound & Gameplay

Grafisch werden die Welten schön dargestellt. Leider wirkt aber die Mimik der Charaktere emotionslos. Hier wurde bereits mit einem Patch etwas nachgebessert. Voll und ganz überzeugen konnte uns aber die überragende Soundkulisse. EA verwöhnt uns hier mit epischen Soundtracks. EA typisch ist hier auch die deutsche Synchronisation wieder vorbildlich.
Die Steuerung ist relativ komplex und teilweise etwas träge, vor allem die Suche nach Deckung verlangt oftmals viel Geduld. Im Spiel gibt es in Gesprächen immer wieder Auswahldialoge. Die Wahl des Tons (Emotional, Logisch, Zwanglos, Professionell) bestimmt dabei die Persönlichkeit eures Charakters.

Multiplayer

Einen richtigen vollwertigen Multiplayer Modus hat Mass Effect: Andromeda leider nicht. Es verfügt lediglich über einen Koop-Modus in dem ihr als APEX-Einheit online mit bis zu 3 weiteren Spielern Missionen absolvieren könnt. In den Missionen gibt es mehrere Wellen in denen ihr Einsatzziele abschließen müsst. Dazu gehören Angriffe auf Alien-Basen, die Extraktion kritischer Informationen und das Ausschalten wichtiger Ziele. Dabei könnt ihr Erfahrungen und Ressourcen sammeln um die Charakter-Kits anzupassen oder zu verbessern. Überzeugen konnte uns der Koop-Modus leider nicht, es fehlt hier einfach an Abwechslung.

Fazit
Der sehr umfangreiche Einzelspieler sorgt mit mit seinen sehr unterschiedlichen Welten, den zahlreichen Haupt- und Nebenmissionen für viel Abwechslung und viele Stunden Spielvergnügen. Die verschiedene Welten unterscheiden sich sehr stark voneinander und sind wirklich gut gelungen. Richtig Laune haben uns die Ausflüge mit dem Nomad gemacht. Der “Multiplayer-Modus” ist leider genau das Gegenteil. Hier gibt es lediglich einen Koop-Missionsmodus der wenig abwechslungsreich ist. Insgesamt ist Mass Effect: Andromeda aber vor allem für Mass Effect Fans oder Freunde von umfangreichen offline Rollenspielen ein doch durchaus gelungenes und empfehlenswertes Game.

Mass Effect: Andromeda wurde uns freundlicherweise von EA als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Getestet wurde auf der PlayStation 4 Pro.

Kommentar hinterlassen

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*